Bereits zum fünften Mal haben die Heimatvereine aus Bühren, Emstek, Halen und Höltinghausen gemeinsam einen dreitägigen Busausflug organisiert. Dieser führte in diesem Jahr in die Region Bonn-Königswinter.
43 Heimatfreunde starteten am Freitag, den 18. September, um am ersten Tag die Bundesstadt Bonn am Rhein anzusteuern. Bei bestem Wetter wurde unter fachkundiger Führung das frühere Regierungsviertel der ehemaligen Bundeshauptstadt erkundet. Dort befinden sich noch heute verschiedene Bundesministerien. Zudem haben zahlreiche internationale Organisationen dort einen Sitz. Allein für die Vereinten Nationen arbeiten in Bonn heute mehr als 1.500 Menschen aus der ganzen Welt.
Der zweite Tag begann mit einer Schifffahrt über den Rhein, die in Königswinter endete. Mit der zahnradgetriebenen Drachenfelsbahn wurde der Gipel des Drachenfelses erreicht, von dem man einen beeindruckenden Blick über das Rheintal genießen konnte. Anschließend besuchte man bei strahlendem Spätsommerwetter eine Winzerei. Mitten zwischen den Weinreben wurden von den Heimatfreunden verschiedene Weine aus dem Rheintal probiert und man erfuhr viel Neues über den biologischen Weinanbau in Deutschland.
Sehr beeindruckend war am letzten Tag der Besuch der Dokumentationsstätte Regierungsbunker in Ahrweiler. In einem Tunnel von 17,3 km Länge hätte dort bis 1990 die deutsche Regierung im Kriegsfall Schutz suchen sollen. Der Bunker war so ausgelegt, dass 3.000 Menschen dort 30 Tage lang hätten überleben können. Detailliert wurden den Gästen aus dem Oldenburger Münsterland vorgestellt, wie dort im Ernstfall auf engstem Raum hätte gearbeitet werden sollen. Auf jeglichen Luxus hätte man verzichten müssen. Ein interessante, aber auch bedrückende Erfahrung, die man bei einer 90-minütigen Führung machen durfte. 17,1 km des Bunkertunnels wurden nach 1990 zurückgebaut, sodass heute nur noch 200 m des ehemaligen Bunkers für Dokumentationszwecke erhalten geblieben sind.
Letzte Station des dreitägigen Ausflugs war der Besuch der Altstadt von Ahrweiler, die nach der verheerenden Flutkatastrophe entlang des Flüsschens Ahr vom Juli 2021 fast vollständig wieder hergestellt ist. Ein sehr hübsches Städtchen, deren Bewohner bis heute das Trauma der Zerstörung und des Verlustes vieler Menschenleben nicht überwunden haben.
Bei guter Stimmung wurde am Sonntagabend, den 20.09.2026, die Heimat wieder erreicht.
